Carl Dietrich Jobst Bernhard Ernst Frhr v. Aufseß

Carl Dietrich Jobst Bernhard
1698-1755

Carl Dietrich Jobst Bernhard Ernst Frhr v.u.zu Aufseß war der Sohn des Friedrich v. Aufseß und dessen Gemahlin Marie Sabine v. Aufseß, der Tochter des Hans Wilhelm v. Aufseß auf Wüstenstein und Freienfels.

Er trat in den Deutschen Orden ein (unten ist die Ahnenprobe auf 16 Ahnen anzuklicken, die für die Aufnahme in den Orden Voraussetzung war). Schließlich wurde er Kommandeur des Deutschen Ordens zu Bernsheim in der Balley Altenbisen, fürstlich Bambergischer Geheimer Hof- und Kriegsrat und Kommandant von Forchheim.

1755 starb Carl Dietrich und wurde im Kapitelhause zu Würzburg begraben. Sein Säbel und sein Bild befinden sich noch in der Burg Unteraufseß.

Zur Ahnenprobe:
Hans Claus v. Schaumberg (Johann Nicolaus) war nicht mit Elisabeth v. Giech verheiratet. Er hatte zwei Ehefrauen, 1. Barbara v. Rosenau, 2. Elisabeth v.d. Cappel. Die Ahnenprobe auf 16 Ahnen f. Carl Dietrich Jobst Bernhard Ernst v. Aufseß (unten) ist in diesem Fall somit unrichtig.
Die Annahme dieses Fehlers konnte zunächst als richtig angenommen werden, weil Oskar Frhr. v. Schaumberg angibt, Hans Claus v. Schaumberg sei nicht mit Giech, sondern mit oben erwähnten Frauen verheiratet gewesen. Oskar v. Schaumberg war Historiker und mit den Urkunden und Akten seines Hauses bestens vertraut. Anders etwa als der Aufseßer Pfarrer Johann Gottfried Biedermann, der zwar mit seinen Geschlechtsregistern der Fränkischen Reichsritterschaft nicht nur versuchte alle Familien der sechs Ritterkantone zu bearbeiten, sondern auch die Voigtländische Ritterschaft, das Nürnberger Patriziat sowie die fränkischen Fürsten- und Grafenhäuser. Dass bei diesem beachtlichen Opus Magnus und den damaligen Arbeits- und Recherchemöglichkeiten ein Werk entstand, das viele Generationsfolgen oft richtig abbildet, muss als eine Leistung gewürdigt werden. Dennoch kann Biedermann nur als Hinweisgeber betrachtet werden. Denn sein Werk ist in vielen Fällen unrichtig.
Biedermann nennt z.B. Elisabeth v.d. Cappel als Ehefrau, aber von den Töchtern nur Anna Maria Schaumberg, verh. v. Aufseß. Ihre Schwestern Eva und Margaretha, verh. Marschallin v. Ostheimb nennt er nicht. Zudem fügt er einen Großvater des Hans Claus ein, ebenfalls ein Hans Claus, der nach Oskar Frhr v. Schaumberg in dieser Stammfolge nicht existiert.
Zudem wird die Eingangsthese durch die Urkunde des Schlossarchiv Unteraufseß, S. IV, F. 5, 1812a gestützt, die die Teilung des Vermögens der verstorbenen Schaumberg-Eltern zwischen Anna Maria und ihren Schwestern zum Inhalt hat. Dabei werden alle Töchter klar genannt, sowie deren Mutter, Elisabeth v.d. Cappel.
Eine Überprüfung der Familie Giech in den Europäischen Stammtafeln ergibt zudem, dass eine in Frage kommende Elisabeth v. Giech nicht existiert hat.
Schließlich zeigt die Stammtafel des Aufsatzes von Helmut Demattio „Die von der Cappel“, dass Hans Claus v. Schaumberg eine Gemahlin Elisabeth v.d. Cappel hatte.

Ahnenprobe des Carl Dietrich Jobst Bernhard

vgl.:
– Oskar Frhr v. Schaumberg, Neuaufstellung der Stammfolgen des uradelig fränkischen Geschlechts v. Schaumberg, Bamberg 1953, Stammfolge VII.
– Johann Gottfried Biedermann, Geschlechtsregister Orts Rhön und Werra, Bayreuth 1749, Tafel CLXV.
– Europäische Stammtafeln, Bd V, Tafel 26.
– Helmut Demattio, Die von der Cappel. Geschichte und Slbstverständnis einer ritterschaftlichen Adelsfamilie in Oberfranken, in: Jahrbuch für Fränkische Landesforschung, Bd 71 (2011), S. 21 ff.
– Urkunde über Erbe der Eltern Schaumberg an deren Töchter, alte Sig. SAU S. IV, F. 5, 1812a.